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Rezepte, Geschichten

Dreierlei von der Brennnessel

Pasta

Die Entstehung eines Rezeptes

Dreierlei von der Brennnessel: Pasta – Pesto – Nori-Cracker (wer die Entstehungsgeschichte nicht lesen möchte kann auch gerne direkt bis runter zum Rezept scrollen) Meine Idee war es etwas Leckeres aus der Brennnessel zu machen. Nach etwas Überlegung kam ich auf die Idee Nachos zu machen, diese sollten aber regional angehaucht sein, also gab es Apfelchutney dazu. Also machte ich mich ran einen Ölteig mit Brennnesselpüree zu verkneten, diesen dünn auszurollen und im Ofen kross zu backen.

Das ganze schmeckte recht unspektakulär, also bereitete ich ein Apfelchutney zu, welches die Nachos um einiges aufwertete. Außerdem verhalf eine Gewürzmischung dazu die Nachos geschmacklich abzurunden. Das Ergebnis des Ganzen war, dass ich nun eine geniales Rezept für ein Apfelchutney entwickelt habe und wusste, dass die Brennnesselnachos nicht das waren, was ich aus der Brennnessel machen wollte.

Brennnessel

Also ging das Experimentieren weiter.

Als Nächstes machte ich mich an Pasta, aus Vollkornmehl. Das Ganze sollte Vegan werden. Da das Vollkornmehl recht grob gemahlen war und ich die Nudeln zu dünnen Tagliatelle gewalzt habe zerfielen mir diese beim kochen, also wieder um eine Erfahrung reicher. Aber sie schmeckten nicht schlecht, außerdem machte ich geröstete Rübstielblätter dazu, welche ich pikant gewürzt habe, diese waren so kross, das man sie schön zu einer klasse Würze für die Nudeln zerbröseln konnte beim Essen, das brachte mich nachher auf die Idee zu den Nori-Crackern im vorliegendem Rezept. Hierzu habe ich übrigens eine vegane Brennnessel Aioli gemacht, die war der Hammer und sah klasse aus.

Bei der finalen Idee wollte ich auf Nummer sicher gehen.

Also habe ich eine klassischen Nudelteig mit Brennnesselpüree eingefärbt, so wie ihr es dem Rezept entnehmen könnt. Sonnenblumenkerne haben geröstet ein unvergleichliches Aroma, also habe ich dies für die Pesto genutzt. Der Nori-Cracker kam wie gesagt durch die Rübstielblätter zu Stande, außerdem wollte ich ein fischiges Aroma an den Nudeln, so kann man die Cracker beim Essen unter die heißen Nudeln mischen, dann zerfallen sie und geben dem Ganzen ein Vongole ähnlichen Geschmack.

Nun endlich zum Rezept:

Zum Kochen verwendet man lediglich die an der Spitze wachsenden, jungen Blätter, also die oberen 2-3 Reihen. Außerdem kann man sie lediglich von April bis Juni sammeln. Die im Rezept genannten Mengen sind die, die man erhält, wenn man die Brennnesseln kurz blanchiert, abgeschreckt und ausgedrückt hat.
Brennnesselnudeln : 50g Brennnesseln (Blanchiert und ausgedrückt), 1 Tl Olivenöl, 40ml Wasser, 200g Mehl (Type 405), 1 Ei (Größe L), Salz

  • Brennnesseln, Olivenöl und Wasser fein pürieren
  • Mit den restlichen Zutaten zu einem glatten Teig verkneten
  • 30 Minuten, gerne auch länger ruhen lassen (so lässt er sich besser verarbeiten)
  • Zu Tagliatelle verarbeiten
  • Zum Trocknen in Nester-Form auf ein Ofengitter legen

Nori-Cracker : 20g Brennnessel (Blanchiert und ausgedrückt), ½ Nori Blatt, 3EL Wasser, prise Salz und Pfeffer, etw. Zitronenabrieb

  • Noriblatt in kleine Stücke zupfen
  • Mit den restlichen Zutaten in einen hohen Behälter geben
  • Alles grob pürieren
  • Ofen auf 180grad Heißluft vorheizen
  • Die Nori Masse in ca. 1 x 3 cm große Rechtecke auf ein Blech mit Backpapier legen
  • Und ca. 15-20 Minuten Backen, bis die Cracker kross sind

Pesto : 30g Brennnessel (blanchiert und ausgedrückt), 50g Sonnenblumenkerne, 1 Knoblauchzehe, 25g Olivenöl, Salz und Pfeffer (falls ihr die Pesto weicher mögt, gebt einfach mehr Olivenöl hinzu)

  • Alles in ein hohes Gefäß geben (z.B. Messbecher) und pürieren, wer mehr Spaß beim Zubereiten haben möchte, einfach einen Mörser benutzen

10g Leinsamen

  • In der Pfanne rösten

Anrichten:

  • Die Nudeln mit etwas Olivenöl und etwas von dem Kochwasser in der Pfanne schwenken und leicht salzen
  • Mit einer Fleischgabel aufrollen und auf dem Teller anrichten
  • Mit zwei TL aus dem Pesto Nocken drehen, es sei denn ihr habt die weichere Variante gewählt, dann einfach mit viel Schwung und Freude über Teller und Nudeln verteilen
  • Zum Schluss den Cracker auf den Nudeln platzieren
  • Mit den Leinsamen bestreuen

Guten Appetit!

Empfehlungen

Trainer der Genußbotschafter

Ich Kann Kochen

Hand in Hand im Einsatz für ein gesundheitsförderliches Ernährungsverhalten von Kindern: Ich bin qualifizierter Trainer im bundesweiten Netzwerk von Ich kann kochen!. Die Initiative der gemeinnützigen Sarah Wiener Stiftung und der Krankenkasse BARMER möchte Mädchen und Jungen frühestmöglich für eine abwechslungsreiche Ernährung begeistern. Dafür bietet Ich kann kochen! kostenfreie eintägige Fortbildungen für ErzieherInnen, SozialpädagogInnen und LehrerInnen im pädagogischen Kochen mit Kindern an. Ich gehöre zum Trainerteam der Initiative und mache Deutschlands Pädagogen fit für das Arbeiten mit Kindern in der Küche. Denn: Gemeinsam frisch kochen macht Spaß – und Sinn! Ich kann kochen! ist die bundesweit größte Initiative zur praktischen Ernährungsbildung von Kindern im Kita- und Grundschulalter. Mehr auf www.ichkannkochen.de

Sarah Wiener Stiftung

 

 

Rezepte

Die leckersten Osterhasen

Lecker Osterhase Rezept

Nachdem ich durch die Geschäfte gegangen bin um Naschereien für die Ostereiersuche zu finden und einfach nichts gefunden habe, was ich unser Kind finden lassen möchte, habe ich mich entschlossen einfach selbst etwas leckeres zu backen. Dabei ist dieses Rezept entstanden, welches ich gerne mit euch teile.

Macht Kindern nicht nur Spass zu suchen, sondern auch zu backen.

Zutaten für 6 Hasen :250 g Weizenvollkornmehl, 60 g Honig, 30 ml Wasser, 2 Eier (1 zum Einpinseln), 2 Prisen Meersalz, Mark von einer Vanilleschote, 1/2  Würfel  Hefe,  70 g weiche Butter

- Alle Zutaten (bis auf ein Ei) in eine Schüssel geben und ordentlich verkneten

- 1 Stunde gehen lassen (optimal Temperatur für Hefe sind 28°c, ein bißchen mehr oder weniger passt auch)

- Den Teig nochmals durchkneten und in 6 Stücke teilen

- Nun von den Stücken je 1/3 für den Kopf und 2/3 für den Körper abmachen

- Die Häschen formen, wie auf der Skizze (natürlich kann man auch jede andere erdenkliche Form machen, also nicht nur ostertauglich) :

Backhase

- Die Hasen auf ein Backblech mit Backpapier legen und 20 Minuten gehen lassen

- Den Ofen auf 220°c Ober/Unterhitze vorheizen

- Die Hasen mit verquirltem Ei einpinseln und eine Rosine als Auge eindrücken (diese wird nachher wieder entfernt und eine frische eingesetzt, da sie etwas verkohlt sein wird)

- Die Hasen bei 220°c, 20 Minuten backen

Auskühlen lassen und gut verstecken : )

Rezepte, Geschichten

Danke, liebes Wurzel- und Kohlgemüse

Saisonal, regional

Da soll mal Einer sagen der Winter wäre mit seinem Gemüseangebot langweilig. Nicht nur, dass es die verschiedensten Apfelsorten gibt, Topaz, Elstar, Cox Orange, jeder mit einem eigenen Aroma vielseitig verwendbar, und dann noch die Kartoffeln, nicht nur fest-, oder mehligkochend sondern auch hier finden wir die Verschiedensten Geschmacksrichtungen, mal ganz abgesehen von dem hohen Nährwert den die allseits beliebte Knolle hat, denn kombiniert man Ei und Kartoffel ist die biologische Wertigkeit höher als die von Rindfleisch.

Nun aber zu unseren eigentlichen Stars, den Wurzel- und Kohlgemüsen.

Karotten besitzen eine große Farben- und Aromavielfalt, das sorgt auch optisch dafür, dass der Teller im Winter fröhlich aussieht. Petersilienwurzel finde ich persönlich am schmackhaftesten, wenn sie mit etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer in den Ofen wandert, dabei entwickelt sie einen gar süßlichen Geschmack, der auch Kindern gar nicht so schlecht gefällt.

Der Sellerie, von vielen nicht gerade geliebt, dabei lerne ich immer wieder Menschen kennen, die ihn plötzlich lieben lernen, wenn man ihn in etwas Sahne mit Salz, Pfeffer, Muskat weichkocht und einer Butterflocke fein püriert. Ein Highlight bei Kindern übrigens Selleriecremesuppe mit Parmesancracker.

Der Weißkohl, als Rohkost liefert er jede Menge wichtiger Vitamine, vor allem Vitamin C, welches ja im Winter immer heiß begehrt ist, also warum nicht mal auf Orangen verzichten und sich einfach mal etwas Krautsalat auf Vorrat machen, das schmeckt gut auf Brot, oder einfach auch als frische Rohkost Beilage zum Essen. Ein Geschmackserlebnis, welches wir zu Hause mitlerweile Regelmäßig machen ist das Golden-Sauerkraut von Green Kitchen Stories, hier der Link, lässt sich auch prima abwandeln mit  Zutaten die ihr im Haus habt, wie auch im Rezept erwähnt.

Golden-Sauerkraut

Hiermit habe ich mal einen Hammer-Burger gemacht.

Lang gekochtes Gemüse funktioniert mit Wurzelgemüse wunderbar. Hierzu einfach grobe Stücke schneiden (2cm lang) und in etwas Wasser 45 min. dünsten, am besten so viel Wasser verwenden, dass es genau nach der Gar Zeit verdampft ist, dann ist das Aroma am besten entfaltet. Diese Zubereitung habe ich bei Mayoori Buchhalter im Bio-Gourmet-Club Köln kennen gelernt und nun gehört sie zu einer meiner Liebsten.

Da bleibt mir nur noch Danke liebes Wurzel- und Kohlgemüse zu sagen und freut euch im nächsten Winter auf tolle Rezepte mit denen ihr euch wünscht, dass der Winter nie aufhört.

Rezepte

Das (fast) perfekte Brot

Nachdem ich nun schon einige Versuche hinter mir habe das perfekte selbstgebackene Brot zu finden bin ich meinem Ziel einen Schritt nähergekommen.

Geschmacklich geht nichts über einen selbst angesetzten Sauerteig. Der Nachteil bei dem fertigen Sauerteigbrot ist jedoch, dass man es im frisch gebackenen Zustand nur schwer schneiden kann, da es sehr nass und klebrig ist. Man sollte es also einen Tag stehen lassen und erst dann genießen, so wie es der Bäcker auch tut.

Da ich mich mit dem Abwarten bei einem Frischgebackenen Brot allerdings immer sehr schwer tue, bin ich momentan bei einem Weizenvollkornbrot aus Hefeteig angekommen, einfach in der Zubereitung und doch megalecker! Und das Beste: es ist sofort nach dem Backen genießbar!

Hier das Rezept:

Zutaten: 500 g Weizenvollkornmehl, ½ Hefewürfel, 1 EL Olivenöl, 1 TL grobes Meersalz, eine gute Prise grober schwarzer Pfeffer (am besten frisch gemahlen), 300 ml kaltes Wasser

Zubereitung:

  • Alle Zutaten in einer Schüssel verkneten
  • Ein Küchentuch leicht mit Mehl bestäuben und den Teig dort locker einrollen, damit er noch genug Platz zum Aufgehen hat.
  • Über Nacht in den Kühlschrank legen, gerne 12 Stunden. So kann er langsam, aber sorgfältig aufgehen.
  • Den Teig durchkneten und wieder im Tuch, aber außerhalb des Kühlschranks für 1-2 Stunden gehen lassen
  • Nochmals durchkneten, einen Brotlaib formen, auf ein Backblech mit Backpapier setzen und mit den Händen mit kaltem Wasser einreiben
  • Nochmal ca. ½ - 1 Stunde gehen lassen
  • In den auf 180°C vorgeheizten Backofen bei Ober-Unterhitze geben und genau 1 Stunde backen. So entsteht eine spitzen Kruste.
  • Guten Appetit (gerne sofort aufschneiden und genießen!)

Ein paar Dinge wirken etwas ungewöhnlich gegenüber den üblicherweise geltenden Regeln beim Umgang mit Hefe, doch ein Hefeteig liebt viel Zeit.

Also keinen Zucker zum Füttern geben; im Mehl gibt es bereits genug Kohlenhydrate zum futtern. Beim Vollkornmehl hat die Hefe mehr und länger was davon. Daher sind die Gehzeiten hier auch gerne variabel. Ruhig entspannt mal 1 - 2 Stunden länger gehen lassen, so müsst ihr nicht Euren kompletten Tagesablauf danach richten.

Auch unsere kleine Tochter liebt das Brot und kann es immer kaum erwarten, dass das Brot aus dem Ofen kommt.

Vollkornbrot

Der Teig kann mit allen möglichen Aromen aufgepeppelt werden:

  • Muskat schafft eine herrliche Würze bei Brot
  • Trockene Kräuter (Thymian, Rosmarin usw.) entfalten ihr Aroma perfekt beim Backen
  • Getrocknete Tomaten, Oliven, Röstzwiebeln, Zitronenabrieb…lasst Euren Ideen freien Lauf!

 

 

 

 

Empfehlungen

Leckeres vom Vulkanhof

Eine kleine regionale Empfehlung meinerseits. Ziegenkäsespezialitäten vom Vulkanhof in der Eifel bei Gillenfeld.

Unter anderem gibt es auch ein tolles Angebot für Schulen, wo die Kinder spielerisch die Herstellung von Käse entdecken können, aber auch für einen Familienausflug findet sich hier eine Menge Spass und Genuss!

Den köstlichen Feta und Frischkäse Pikante Kräuter von der Ziege habe ich mit gegrillter Roter Beete, Kamut Crouton und karamellisiertem Apfel angerichtet, ein Traum!

Chamembert, Rotschimmelkäse und viele weitere Sorten erfreuen jeden Käseliebhaber und das aus einer der schönsten Gegenden der Welt.

www.vulkanhof.de

regional und saisonal

Geschichten

in Arbeit

Hier entsteht mein Blog mit News, Rezepten

und vielen interessanten und amüsanten Themen

rund um die Ernähurng.

Schaut nochmal vorbei,

bis demnächst!

Tarte Tatin, Antarktis